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Bolzen schweißen

Posted by admin On Februar - 14 - 2008

Das Bolzen schweißen wird unter Fachleuten auch Lichtbogenbolzenschweißen genannt.
Ziel dieses Vorgangs ist die Herstellung einer dauerhaften Verbindung von stiftförmigen Elementen, wie Gewindebolzen, Haken oder Ösen, mit einem größeren Bauteil, beispielsweise Gehäuseteilen oder Karosserien. Dazu wird zwischen einer Fläche des Bolzens und dem Bauteil ein Lichtbogen entzündet, so dass sich beide Teile erwärmen und miteinander verschmelzen können. Dann wird unter einem geringen Anpressdruck eine Verbindung zwischen den Bauteilen hergestellt. Beim Lichbogenbolzenschweißen werden allgemein zwei Verfahren unterschieden, je nach dem wie der Lichtbogen zustande kommt: Einmal durch eine Hubzündung und zum anderen durch die Spitzenzündung.

Die Hubzündung kann jedoch nur dann funktionieren, wenn die Parameter Schweißstrom, Schweißzeit, Hub und Überstand passend ausgewählt wurden. Durch das Abheben des Bolzens erfolgt hier die Zündung des Lichtbogens. Bolzen und Werkstück schmelzen, und unter leichtem Druck kann die Verbindung zustande kommen.

Im Rahmen einer Spitzenzündung dagegen sollte die Kapazität, die Schweißzeit, der Spalt und die Eintauchgeschwindigkeit berücksichtigt werden. Hier verfügt der Bolzen über eine Spitze, an der der Lichtbogen gezündet wird. Dabei schmilzt die Spitze und verdampft teilweise. Das Öffnen des Stromkreises erzeugt eine Induktionsspannung, die den Lichtbogen entzündet. Diese Spitzenzündung kann wiederum auf zwei verschiedene Arten erfolgen, einmal durch das Spaltverfahren und zum anderen durch ein Kontaktverfahren. Für das Spaltverfahren nähern sich beide Teile einander an und werden bei Kontakt gezündet. Beim Spaltverfahren besteht schon vorher eine Verbindung zwischen beiden Bauteilen. Daneben gibt es einige spezielle Verfahren des Lichtbogenbolzenschweißens selbst und weitere Möglichkeiten des Zusammenfügens von Bolzen.

Seine große wirtschaftliche Bedeutung verdankt das Lichbogenbolzenschweißen seiner universellen Anwendbarkeit. Außerdem sind dazu lediglich kleinere Geräte erforderlich, die sehr einfach bedienbar sind. Die geringe Hitzeentwicklung macht dieses Verfahren ökonomisch weiterhin sehr attraktiv.

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