Das globale Positionssystem, kurz GPS genannt, benötigt zum Empfang der Positionsdaten ein kleines Gerät, die so genannte GPS Maus. Diese wird überwiegend an mobile Endgeräte angeschlossen. Solche Endgeräte sind zum Beispiel der PDA, der Personal Digital Assistant, oder Mobiltelefone. Beide Geräte können mit der geeigneten Software als Navigationshilfen genutzt werden. Die GPS Maus besteht aus nur einer einzigen elektronischen Baugruppe und wandelt die empfangenen Daten in ein bestimmtes Dateiformat um. Dieses Format ist meist das NMEA-Format. Dieses ist das Standardformat für die Kommunikation zwischen PC und GPS-Empfänger und wurde ursprünglich zwischen Schiffen eingesetzt. Daher auch der Name National Marine Electronics Association. NMEA besteht aus einer Schnittstelle und einer Definition von Datensätzen. Die elektronische Baugruppe der GPS Maus ist in einem kleinen Gehäuse aus Kunststoff untergebracht. Um das Gerät leicht überall zu befestigen, wurde auf der Rückseite des Gehäuses ein Permanentmagnet angebracht.
Die GPS Maus ist nur für den Einsatz drinnen gedacht. Für den Outdoor Bereich gibt es andere Geräte, die den Empfang von Positionsdaten ermöglichen. Die GPS Maus besitzt keine Einrichtung für die Interaktion mit dem Benutzer. Das heißt, es gibt kein Display und keine Bedienungsoberfläche oder eine sonstige Komponente zur Eingabe von Daten.
Um die GPS Maus an das Endgerät anschließen zu können, verfügt sie über Kabel und Stecker in verschiedenen Ausführungen. Meist wird allerdings ein USB Anschluss verwendet. Das ermöglicht die automatische Erkennung der so miteinander verbundenen Geräte und deren Eigenschaften. Über diverse Steuerungskomponenten erfolgt so der Austausch von Daten zwischen den beiden miteinander verbundenen Geräten. Inzwischen gibt es aber auch GPS Mäuse, die den drahtlosen Austausch der Daten unterstützen. Sie arbeiten mit der noch relativ neuen Bluetooth Technologie. Hierbei wird über eine drahtlose Schnittstelle zwischen Empfänger und Endgerät kommuniziert. Diese Technologie ist allerdings störanfälliger gegenüber der Kabelvariante.
Wer die Bluetooth GPS Maus ohne Kabel und Stecker nutzen möchte, muss für eine externe Stromversorgung des Gerätes sorgen. So kann die Maus zum Beispiel über das Endgerät Strom empfangen oder es wird ein Y-Kabel angeschlossen und die Maus wird mit Strom aus einer anderen Quelle gespeist. Solch eine Quelle kann auch der Zigarettenanzünder im Auto sein. Drahtlose GPS Mäuse verfügen meist über eingebaute Akkus. Die dort gespeicherte chemische Energie wird beim Anschluss an den Verbraucher in elektrische Energie umgewandelt und gewährleistet so die Versorgung mit Strom.
Die GPS Maus kann mit vielen verschiedenen Arten von Software arbeiten, sie ist also nicht auf eine bestimmte angewiesen.
Erst durch den Anschluss der GPS Maus wird es möglich, das Endgerät als Navigationssystem zu verwenden und zum Beispiel eine genaue Bestimmung des eigenen Standortes vorzunehmen. Auch die Routenplanung kann erst durch die Maus erfolgen. Ohne Anschluss besteht keine Möglichkeit, Daten zu empfangen und umzuwandeln und sie so nutzbar zu machen.
Durch die Nutzung einer GPS Maus sind außer den oben genannten Einsatzarten auch noch weitere Funktionen möglich. So können zum Beispiel Verkehrsdaten empfangen werden. Während man im Radio Meldungen über Staus, Stockungen oder sonstige Behinderungen auf der Straße immer für eine bestimmte Region hört, kann durch das GPS eine genauere Auskunft gegeben werden. So kann der Autofahrer von den Meldungen, die exakt seine direkte Umgebung betreffen, profitieren.
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