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Uhren der Extraklasse

Posted by admin On Juni - 30 - 2007

Das Wort Chronograph (auf Deutsch auch Chronograf geschrieben) stammt aus dem Grieschichen und bedeutet wörtlich übersetzt “Zeitschreiber”. Der Begriff Chronograph bezeichnet heute eine Uhr, die über einen Stunden-, Minuten und Sekundenzeiger verfügt, mit denen man die Zeit stoppen kann, ohne dass das Uhrenwerk dafür anhält.
Einige Chromographen können auch Minuten oder Stunden zählen, sodass man auch einen größeren Zeitraum messen kann(bis zu 12 Stunden). Für eine normale Stoppuhr ist der Begriff weniger geläuflich. Schon zu Begin des 18. Jahrhunderts gab es Uhren, dessen Sekundenanzeiger man stoppen konnte, allerdings wurde durch das Stoppen das gesamte Uhrwerk angehalten.

Der erste Chronograph wurde im Jahre 1821 von dem Franzosen Rieussec erfunden und auch gleich zum Patent angemeldet.
Bei dieser ersten Entwicklung drehte sich das Ziffernblatt, ein darauf liegender Schreiber hielt die gemessene Zeit in Form von kleineren und größeren Strichen fest.

Schon nach zehn Jahren wurde die Erfindung Rieussec´s durch den Österreicher Joseph Thaddäus Winnerl (1799-1886), einem Breguet Mitarbeiter, weiterentwickelt.
Die Uhr hatte nun einen Sekundenanzeiger, der separat angehalten werden konnte.
Eine weitere Erfindung des Österreichers war ein Chronograph, der im Besitz zweier übereinander liegender Sekundenzeiger war. Die Zeitspanne musste man allerdings als Differenz berechnen, was auch keine wirkliche Verbesserung war. Damit diese Konstruktion funktioniert, müssen zwei miteinander gekoppelte, aber dennoch voneinander separierte, Stoppmechanismen in der Uhr vorhanden sein.
Dieser Mechanismus bzw. Doppelzeigermechanismus ist auch unter dem Namen “Nachspringende Sekunde” bekannt.
Heute ist dieser Mechanismus ist unter dem Namen Rattrapante (aus dem französischen “rattraper”, was “wieder einholen” bedeutet),bekannt oder auch unter dem deutschen Namen Schleppzeiger.
Der Schleppzeiger, ein großer Stoppzeiger, wenn er angehalten wird, so stoppt er eine Zwischenzeit, lässt man ihn los, springt er auf den Stand des anderen Zeigers und läuft mit diesem weiter.
Dadurch können verschiedene Zwischenzeiten genommen werden( außer sehr kurze Abstände).
Eine der wichtigsten Neuerungen ist dem Franzosen Adolphe Nicole zu verdanken.
Im Jahre 1844 präsentierte er das sogenannte Nullstellherz, auf das er sogleich ein Patent anmeldete.
Unter Nullstelherz versteht man einen auf der Welle des Sekundenrades befestigten Zeiger.
Erst mit Hilfe seines Mitarbeiters der Firma Nicole & Capt (dessen Mitinhaber er war), Henri Féréol Piguet, baute er den ersten Chronograph, der eine voll funktionsfähige Taschenuhr war. Im Jahre 1862 stellt er diese der Weltöffentlichkeit vor.
Doch noch immer war der Chronograph noch nicht so weit entwickelt wie wir ihn heute kennen.
Nach weiteren zwanzig Jahren ohne jegliche Weiterentwicklungen baute Auguste Baud dann den nötigen und heute gängigen Zusatzmechanismus für den Stoppanzeiger.

In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts kamen die heuten üblichen Armbanduhren auf, die über zwei verschiedene Drücker verfügten. Einer jeweils für Start und für Stopp, der andere war da um die Uhr wieder auf Null zu stellen.

Da die Produktion der Chronographen kompliziert und sehr kostspielig war, wurde dieser Uhrentyp in den 70er Jahren von den neu aufkommenden Quarzuhren weitestgehend verdrängt, da sie nicht nur kleiner und billiger waren, sondern auch über mehr Funktionen verfügte.

Heutzutage kann man einen Chronograph ab ca. 80 Euro kaufen.
Allerdings sind diese eher sportliche Uhren, für Modelle, die nach traditioneller Uhrmacherkunst gefertigt werden, muss man etwas mehr bezahlen, doch es lohnt sich.

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